Freaks

Ballett von Silvana Schröder
Uraufführung

Musik vom Band: Philip Glass, Einstürzende Neubauten, Hugues le Bars, Tom Hodge, Giuseppe Verdi u. a.

Carla Nelson: Live-Vocals, Sprecherin

Do, 28.06.2012 | 19.30 Uhr

Bühnen der Stadt Gera - Großes Haus

Karten


In den Augen ihrer Mitmenschen gelten sie als unangepasst, unnormal oder gar verrückt, dabei sind es nur die Besessenheit und die absolute Hingabe zu einer Sache, die sie von anderen unterscheiden: Freaks eben. Oft werden sie abwertend als krank beschrieben, als vereinsamte, zu therapierende Außenseiter. Sie selbst sehen sich und ihre Situation anders: Ihre Abkapselung von der Umwelt und ihre Fokussierung auf etwas ihnen besonders Wichtiges schafft neue Gemeinschaften, kreative und sportive, soziale und politische, reale und virtuelle, oft getrennt nach Generationen. In ihren Kreisen gilt "freaky" als bewusst individuell, unangepasst und flippig.
Mit "Freaks" präsentiert Silvana Schröder ihren ersten großen Ballettabend bei Theater & Philharmonie Thüringen. Die Choreografin sympathisiert offen mit denen, die sich ihrer Passion hingeben, diese zu ihrem Lebensinhalt und zur Lebensaufgabe machen. Ihr analytischer Blick wird mit Humor und subtiler Ironie gebrochen.

 

"Freaks" am Theater Altenburg-Gera

10.11.2011: Silvana Schröder hat als neue Ballettdirektorin von Theater & Philharmonie Thüringen ihren ersten Ballettabend präsentiert - mit großem Erfolg. Schröder war bereits von 1987 bis 1991 an den Bühnen der Stadt Gera engagiert und kehrte 1995 als Solistin in die Ballettcompagnie des Theaters Altenburg-Gera zurück. Auch als Chefchoreografin war sie dort schon engagiert. Das Publikum reagierte nun auf die "Freaks" der Heimkehrerin mit langem und begeistertem Beifall. Es tanzten alle 23 Tänzer des Thüringen Balletts. "Freaks" sind hier die Unangepassten, "Verrückten", die sich einer Sache hingeben, gar besessen von ihr sind und deshalb in den Augen ihrer "normalen" Umgebung nicht in die Gesellschaft passen. Die Choreografin "sympathisiert" laut der Beschreibung des Theaters "offen mit denen, die sich ihrer Passion hingeben, diese zu ihrem Lebensinhalt und zur Lebensaufgabe machen. Ihr analytischer Blick wird mit Humor und subtiler Ironie gebrochen." Die Musik von Bands wie "Einstürzende Neubauten" und "Hugues le Bars" oder auch von Philip Glass tut das Ihre dazu. Die junge Sängerin Carla Nelson ist live auf der Bühne zu erleben. Damit bekennt sich Silvana Schröder offen zum Populären. "Ein toller Abend, der neugierig macht auf mehr", urteilt die Ostthüringer Zeitung wohlwollend: "Die Choreografin spielt virtuos auf der Klaviatur der Tanzsprache, reizt alles Facetten aus und findet immer wieder neue, überraschende Ausdrucksformen." Die Thüringische Landeszeitung wagt allerdings die Frage, "ob Schröder diese Ästhetik für geeignet hält, um das Geraer Ballett auf Staatstheater-Niveau zu führen." Das Foto (Stephan W.) zeigt Tänzerinnen und Tänzer des Thüringer Balletts.